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Tirol, AT

Ruine

Schindlburg

Breitenbach am Inn 12.–14. Jahrhundert

Geschichte

Die Schindlburg — auch Schintelberg, Schintlburg oder Schloss Gückenbühl genannt — gilt als eine der geheimnisvollsten Burgen Tirols. Nur eine knappe Handvoll Urkunden aus den Jahren 1194 bis 1367 ist überliefert; danach verliert sich ihre Spur. Um 1194 saßen hier die Grafen von Sponheim-Ortenburg, ab 1266 hielten die Freundsberger die Burg als Lehen, ehe sie schon zu Beginn des 15. Jahrhunderts zu verfallen begann.

Auf einem schmalen Grat erstreckt sich ein rund 100 bis 150 Meter langer Komplex, von dem heute nur noch überwachsene, erstaunlich gleichmäßig gemauerte Mauerreste zeugen. Historische Abbildungen oder Baupläne fehlen völlig — wie die Burg einst ausgesehen hat, bleibt Vermutung.

Unweit davon liegt der Berglsteiner See, um den eine traurige Sage kreist: Die Tochter des Burgherrn liebte einen armen Jäger. Als der Vater ihn davonjagte, ertränkte sie sich im See — und der Jäger folgte ihr in den Tod. Die beiden kleinen Inseln im See, so heißt es, sind die für immer vereinten Liebenden.

Impressionen

Quellen zum Text: Chronik Kramsach: Schintelburg