Geschichte
Genau genommen war Katzenstein nie eine echte Burg, sondern der Wehrturm zu Windshausen — früher auch Kaiserturm genannt. Er diente als Waffenlager und Pulvermagazin, aus dem sich die zu den Waffen gerufenen Bauern versorgten. Der heutige Turm entstand vermutlich ab 1392 im Rahmen der Klause Windshausen — schon eine Urkunde von 1310 nennt jedoch einen Turm an dieser Stelle. Mit der Einverleibung der Gerichte Kufstein, Kitzbühel und Rattenberg in die Grafschaft Tirol 1504 wurde er zum nördlichsten Tiroler Vorposten.
Immer wieder stand der Pass im Mittelpunkt der Kämpfe um Tirol — im Spanischen (1703) und im Österreichischen Erbfolgekrieg (1740–1744) ebenso wie in den Franzosenkriegen. Im Tiroler Freiheitskampf wurde der Turm am 12. Mai 1809 von überlegenen französisch-bayerischen und sächsischen Truppen erobert und zerstört. Heute ruht die rund 10 mal 10 Meter messende Ruine tief versteckt im Wald, von knorrigen Bäumen umstanden wie ein verwunschenes Spukschloss.
Und weil eine Ruine ohne Sage nur halb so schön ist: Der Ritter des Turms soll dem Etschländer Wein reichlich zugesprochen haben. In der Heiligen Nacht trank er hundert Becher — und mit dem letzten Tropfen versank die Burg samt ihrem trinkfreudigen Herrn. Alle sieben Jahre, so erzählt man, schleicht er in der Heiligen Nacht als Katze um den Turm. Daher der Name Katzenstein.
Impressionen
Quellen zum Text: Wikipedia: Burgruine Katzenstein
