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Tirol, AT

Ruine

Burgruine Thierberg

Kufstein 13. Jahrhundert

Geschichte

Die Burgruine Thierberg über Kufstein geht auf die mächtigen Freundsberger zurück, eines der einflussreichsten Ministerialengeschlechter Tirols. Um 1285 errichteten sie die kleine Burg zum Schutz ihrer Güter am linken Innufer; als erster Burgherr ist Konrad von Freundsberg 1290 bezeugt. 1363 fiel Thierberg mit Tirol an die Habsburger, 1379 verkauften es die Freundsberger an die bayerischen Herzöge.

Mit dem Ausbau der Festungen Kufstein und Rattenberg verlor die Burg an Bedeutung und verfiel. Erst Georg Voglmayer ließ 1584 den Palas zur Hälfte wieder aufbauen, um die Wallfahrtskapelle aufzunehmen. Über die Jahrhunderte wechselte der Besitz häufig — bis 1939 die Industriellenfamilie Henkel den Lehenhof mit den Burgresten erwarb.

Heute ist der Thierberg ein beliebtes Ausflugsziel: Ein Kreuzweg führt hinauf zur Kapelle mit ihrer bis heute bewohnten Einsiedelei, die seit 2013 Bruder Konrad betreut. Im renovierten Wehrturm daneben haben die Thierberger Schützen ein kleines Heimatmuseum eingerichtet; von der Turmplattform reicht der Blick über ganz Kufstein. Ursprünglich zog sich die Ringmauer bis ins Tal und traf dort auf die Mauern der Festung Kufstein — Thierberg war ihre Vorverteidigung.

Impressionen

Quellen zum Text: Wikipedia: Ruine Thierberg